Bonjour.
Ich habe überlebt! Die erste Woche - und was für eine - ist überstanden. Überflutet mit Eindrücken weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll :) Dieses Land ist der Wahnsinn.
Montag ging es dann los. Der erste Arbeitstag. Mit dem Taxi gings hin, denn KL bietet nicht wirklich öffentliche Verkehrsmittel. Angekommen gabs ein, hm ja ich muss sagen kurzes, Gespräch mich Connie und Josephine. Meine Aufgabe stand fest: Da ein ganzer Geschäftszweig den Bach runter zu gehen droht soll ich da doch mal reinschauen und gucken wo wir verbessern können. ("We need to cut costs...") Ha, ich! Klar doch, nichts leichter als das. Ich werde da mal richtig aufräumen ;-) Naja, wird schon. Da ich natürlich vor Ort sein muss wurde ich auch direkt im "Logistik- und Reparaturzentrum" (ich hoff ich kann noch Bilder liefern *g*) untergebracht. Dort werde ich also nun rackern. Meine Bürokolleginnen sind Boon Choo und Jean Nie, beides Chinesinnen. Malaysia bestehen im Grunde aus 3 Volksgruppen: die größte ist die der Malayen selber, dann gibt es jede Menge Chinesen und noch einen Großteil Inder. Das faszinierenste daran ist die Kommunikation. Ich habe zwischen dem ganzen Geschnatter (Wie können 2 so kleine Personen das überhaupt?) mal vorsichtig gefragt was so geredet wird: Es ist ein Mix aus Mandarin, Cantonesisch, Englisch und "Malay". Je nach Gesprächspartner überwiegt dann ein Teil...aber man kann ja trotzdem 3 Sprachen in einen Satz packen.
Dienstag Abend. Wo wir beim Essen sind. Es gab Company Dinner. Mutig bin ich mit Boon Choo und Jean Nie quer durch die Stadt zum "Bangsar Seafood" gefahren. Und an einem Tisch waren auch noch 3 Plätze für uns frei. Da saß ich also 10 Augenpaare auf mich gerichtet... alles der Sorte Boon Choo und Jean Nie...Auf die Frage ob das "scary" sei mit 10 Mädels an einem Tisch meinte ich mal souverän "no", schließlich bin ich ja mit Stäbchen groß geworden und diese Löffel (ja, ihr kennt sie alle: die, die man nicht in den Mund bekommt) gehören auch zu meinem Lieblingsbesteck. Ha! Dann gings los: nacheinander kamen Sachen von denen ich mir die Namen eh nie merken werden kann in die Mitte des Tisches. Dann fängt jeder an mit seinen Stäbchen und seinem Löffel da drin rumzustochern und sich (und nach Möglichkeit auch den Nachbarn) zu bedienen. Denn, ne, "Foodsharing" ist ja sowieso das größte. Irgendwie überlebt man alles :) Und hey, die Shrimps musste ich nicht mit meinen Stäbchen essen...dafür gabs Gabel und Löffel! Und da man das "Equipment" ja nunmal da hatte, gabs dann auch gleich noch Krebse hinterher. Sonst habe ich noch einen großen Fisch gesehen und jede Menge essen wozu mir gesagt wurde was es sei, teils schleimig, teils scharf ich hab pauschal alles gegessen. Neben meinen grandiosen Stäbchenleistungen ;-) konnte ich definitiv noch überzeugen beim trinken von 3 kleinen Carlsberg ohne hinterher auf den Tischen zu tanzen...
Mittwoch abend kam Zul zum Essen. Zul werde ich wohl noch öfter treffen, er ist ein Freund von Ronnie und Connie. Nach 3 Flaschen Rotwein (jaha, leckerer australischer Verschnitt ;-) ) wusste ich bedeutend mehr über Land und Leute. Wir hattens von Pressefreiheit, Gesellschaftskonflikten, Bürokratie, Religion ...(mit dem Islam, Buddhismus und Christentum hatten wir immerhin unter 4 Leuten 3 große am Start :-) ) und ich muss sagen, dass ich (wiedermal) in einem sehr liberalen und kritischen Nest gelandet bin...
Heute war ich nochmal Essen. Downtown KL in einem Hotel. Wir waren zu 10 und es war ein Wahnsinnsbuffet. Natürlich habe ich wiedermal viel zu viel gegessen (was auch immer es war;-) ). Als ich gerade auf einem, naja recht zähen, Stück rumgekaut habe hat mich Zul freundlich darauf hingewiesen, das dies Kuhlunge war... naja, solang man mit Sushi, Tiramisu und Gorgonzola "nachspülen" kann geht das schon i.O. :-)
Wünsche Euch was und genieße noch nen 15jährigen Jonny Walker *freu*
Gruß,
der Rainer
PS: Warm hier.
Ko Samet- ach wie schoen wars
17 years ago
2 comments:
Hi Rainer! Ich bekomme stark den eindruck, dass du in KL gut auf deine kosten kommst. wegen dem essen: was einen nicht umbringt härtet ab! weiter so! ich freu mich fuer dich! ich werde morgen das schlaraffenland eesti verlassen und blicke jetzt schon mit einem weinenden auge auf jede mege pommes mit extra viel marjo zurueck.
Liebe Gruesse Michael
As you know, I really do like your picture ;-)
Viele regnerischen Grüße und weiterhin guten Hunger. Ist es da eigentlich so scharf wie man s hier so hört, (das Essen, versteht sich:-))?
By the way: Hatte es übrigens in FRA endlich geschafft Schnecken zu essen. Das große Problem war eher sie mit komischen Geräten aus der mit Knobi vollgeölten Schale heraus zu puhlen. Erfolgsquote: 5 aus 6 :-)
Also, viel Spaß noch!
Alice
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