Wednesday, November 29, 2006

Ich bin zum essen in Asien! oder "Crabs & Lala"

Das vorletzte Wochenende war ich in Klang. Klang ist ca. 45 Minuten westlich von Kuala Lumpur an der Straße von Malakka. DIE Hafenstadt Malaysias. Jean Nie (die Kollegin) hat mich eingeladen das Wochenende da zu verbringen und da sie schon seit Wochen davon redet, was wir alles essen werden/müssen konnte ich natürlich nicht nein sagen. Malaysia: "It's all about food".
Freitag Abend sind wir nach der Arbeit (also um 8 :-)) direkt losgefahren, haben uns durch den KL Jam gequält aber Klang doch noch erreicht. Es ging direkt ein ein kleines chinesisches Restaurant. Zum Beginn erst einmal "grilled Sting Ray" (da war doch was mit diesem Australier...) und chinesischen Tee.

Stachelrochen gegrillt...

...und die obligatorischen Nudeln mit Tee
Ein grandioser Auftakt - also wenn ihr dazu kommt, ich kanns nur empfehlen. Der Laden, ein typischer chinesischer "stall", war schon recht siffig und deswegen hat man auch alles Besteck (ähm ja,die Stäbchen...), Teller, Schüsselchen zusammen mit einer großen Schüssel heißem Wasser bekommen. Klar, Keime abtöten, sicher ;-) Am nächsten Tag stand dann Pulau Ketam auf dem Programm. Pulau Ketam ist eine Fischerinsel, 45 Minuten Bootsfahrt von Klang entfernt. "Ketam" ist ein "malay-word" (ich habe glaube schonmal erwähnt, dass das hier mit den Sprachen nicht so einfach ist. Wenn man ein Wort hört muss man immer erstmal nachfragen obs tamil, chinese (und hier wieder WELCHES?), malay oder was auch immer ist. Und ein Chinese sagt dann "malay-word" oder "the malay use it for...") und bedeutet Krebs. Wir fuhren also zur Krebsinsel (Pulau = Insel) um, tatara, Krebse zu essen. Was sonst. Aber nicht, das man Krebse ist und glücklich ist. Wir haben "Chilicrabs", "Fisch" (irgendwas recht flaches, gedünstetes) und "Lala" (Muscheln, ebenfalls gedünstet mit Ingwer) bestellt.
Hinten die Crabs, links das Fischchen und vorne Lala.

Ein Seafood-Festessen. Im Anschluss haben wir uns noch ein bisschen das Dorf angeschaut. Klassisch, kleine Wege, keine Autos, alles auf Stelzen.
Der Weg zum Ziel (Essen?)...

Um 6 waren wir wieder zu Hause in Klang um uns fertig zu machen fürs, ich mags ja kaum sagen, Abendessen. "Grilled lamb" stand hier auf dem Programm (wieder ein echter Klang insider in einem kleine Restaurant).
...diesmal waren sie glasig. Links von dem Roten müsst Ihr essen!

Und hier das Lamm. War leckerer als es hier aussieht ;-)

Das Lamm kam zwar nicht an die ausserirdischen Chilicrabs ran, aber mit einer ausgezeichneten Minzsauce war das wieder grandios. Abend haben wir noch Jean Nies Freunde bei Starbucks getroffen. Ein sehr lustige Runde! Nachts habe ich noch mit Toong (Jean Nies future-husband) English Premier League geguckt um irgendwann satt ins Bett zu fallen :-) Sonntag ging los (so um 12) mit einer lokalen Spezialität ("Breakfast is going to be heavy..."): Bak Kut Teh.
besonders toll: Die Ein-Schluck-Teetässchen. Well, "it's all about the ceremony", da is auch ma egal wie der Tee schmeckt...

Irgendwas schweiniges, was im Tontopf die ganze Nacht backt. Entwickelt von Chinesen für die Hafenarbeiter. Wir hatten zwei Sorten, bei einer war noch irgendwie Oktopus (kann man das essen?) im Spiel. Dazu gabs Teezeremonie und vorher natürlich wieder gründliches Spülen des Equipments :-) Den Tag haben wir dann mehr oder weniger komplett in einem Naturpark verbracht.

Da freu ich mich doch mal auf den richtigen Wald...
Regenschirme sind doch echt ma für Touristen...

Unglaubliches Parkelement :-) : Das Four-Seasons-Haus. In diesem erfreut sich der Malayiser der Jahreszeiten. Denn die kennen hier nur heiß mit "Regen an" oder heiß mit "Regen aus". Und wie es der Zufall wollte war gerade Winter (scheinen sich wohl an der Nordhalbkugel zu orientieren...).
Und jetzt eine Schneeballschlacht.
Wir also von 35 Grad rein in -5 Grad. Brrrr. Und sie haben sich tatsächlich eine Winterlandschaft dahingezaubert.

lang konnten wir da nicht stehen im T-Shirt...

Die Leute waren alle richtig "crazy". Und Jean Nie (noch nie Schnee gesehen...) und Toong waren auch extrem fasziniert. Braucht warscheinlich ein ganzes Kraftwerk um den Spaß zu kühlen. Zurück in Klang gabs erstmal Eis.
hinten Ice Kacang, vorne nennt sich glaube curry haste-nich-gesehen

Auch was lokales spezielles, genannt "Ice Kacang". War gar nicht uebel - mit viel Glibber und Erdnuessen. Abends haben die beiden gekocht! "Codfish", Jean Nie's favorite. Ich fands lecker obwohl sie nicht wirklich zufrieden war. Und Knoblauch ist hier Hauptnahrungsmittel!
Reis, Fisch (Dorsch), Omlette und vorne links Knoblauch mit Gemüse.

Ich hab davon noch nie soviel auf einmal gegessen wie an diesem Sonntagabend. Habe ihrgendwann aufgehört die (ganzen!!) Zehen zu zählen :-)
Montag sind wir dann wieder gemeinsam zur Arbeit gefahren und mein Esswochenende war vorbei.

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