Wednesday, November 22, 2006

Singapura

Oh ja, ich muss sagen, schon einiges erlebt habe ich hier (hehe, und der deutsche Satzbau geht auch langsam aber stetig flöten...). Vor einiger Zeit war ich Sören besuchen - in Singapur.
Da wir hier ja von sämtlichen Volksgruppen "public holidays" mitnehmen können habe ich dies genutzt, als die Muslime das Ende des Ramadans gefeiert haben. Leider nicht wirklich bedacht habe ich, dass GANZ Malaysia an diesem Wochenende zurück in die Heimat (aufs Land) fährt. Eine Stadt wie KL, die schon mit dem täglichen Verkehr überfordert ist, ist also schlichtweg hilflos wenn alles flieht. An ein Busticket zu kommen war eine wilde Telefoniererei ("Friday? Sorry Sir ... fully booked") und als ich dann am Puduraja Busterminal (mitten in Chinatown...) am Freitagabend angekommen war musste ich natürlich mit ganz KL in die unzähligen Busse, die die Stadt in alle Himmelsrichtungen verließen, naja. Recht zügig (350km in 6 Std:-) und unschlagbar günstig (35 Ringgit entspr. ca. 7,6 €) hat er mich aber entspannt nach Singapur gebracht. Freitagnacht haben wir in Singapur noch einen Blick ins "little India" geworfen. Wahnsinn, ich muss sagen mein erster Eindruck von Singapur war: "Kerr, is das dreckig hier..." Hatte allerdings zwei Gründe: 1. Ich war in "little India" und 2. Die Inder feierten ihr "Deepavali", ein weiteres Fest wo man die Straßen verdrecken kann :-) Samstag haben wir mir noch ein Zugticket organisiert, denn ich hatte mir in den Kopf gesetzt mit dem Nachtzug Dienstagabend nach KL zurückzukehren... Dann haben wir Singapur für einen kurzen Inselurlaub verlassen.
Montag Abend war ich zurück. Dann hieß es, noch ein bisschen die Stadt sehen. Zunächst, da Nacht, natürlich erstmal das Nachtleben. Nach einem schönen Sushiessen haben wir uns aufgemacht die "Orchardroad", eine bekannte Nachtmeile Singapurs, hochzustiefeln. War auch recht angenehm, bis auf die vielen älteren Männer die uns Mädchen/Frauen angeboten haben. "Nice young girl for you, Sir?" kann einen dann doch schon ein wenig aggressiv machen. Wir haben in Ruhe ein Bierchen getrunken und die Partyszene beobachtet.
Am Dienstag stand dann ein bisschen Sightseeing für mich auf dem Programm. Quer durch die Stadt gings und wir konnten ein - im Vergleich zu KL - funktionierendes ÖPNV System nutzen. Schräg nur, dass man ein U-Bahnsystem auf ca. 5 Grad kühlt um dann jedes mal beim rauskommen einen Schlag zu bekommen...naja, so ist das halt hier mit den "AirCons".
Oh ja, und dann gings los. Ich wollte ja Zug fahren. Also, ab nach Hause am Dienstagabend. Als ich am Bahnhof ankam (schön 45 Min vor Abfahrt wegen Immigration etc.) war die Schlange doch schon auf Maximallänge gewachsen. Als ich schließlich am Bahnhof in Singapur nach Malaysia eingereist war ;-) musste ich noch ne ganze Weile warten bis es losging. Irritiert habe ich den malaysischen "Immigration Officer" (nach meiner "Einreise") gefragt, wann ich denn aus Singapur ausreise.
"Next Station" war sein Antwort...hm naja, mal sehen. Und tatsächlich, als wir ca. 45 Minuten nach Plan abfuhren (im Schleichtempo durch Singapur...jaha,
wieder viele Hinterhöfe der "sauberen" Stadt gesehen...) kam auch eine "next Station". Diesmal die Aus-/Einreise Singapurs. Und weil es ja eh keinem was ausmacht leehrt man doch einfach mal einen Zug, steckt die Leute alle in eine große Halle mit 5 Schaltern und lässt sie ausreisen...naja, irgendwann gings weiter. Ich hatte einen tollen Platz am Fenster. Ganz günstig (20 Sing$, ca. 10 €). Es war zwar ein Nachtzug, aber mein Billigplatz war eher ein typischer "Blauer" einer deutschen Regionalbahn. Hinzu kam, dass der Zug auch wie eine Regionalbahn fuhr - mehr als 15 Minuten am Stück fuhren wir also nicht. Man wird doch recht erfinderisch wenn es um Sitz-/Schlafpositionen geht muss ich sagen, doch irgendwie war ich schon recht gerädert, als ich dann so gegen 9 in KL Sentral den Zug verlassen durfte...

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